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Das politische Berlin 2017 — Die Studienfahrt der Klasse IE (3. Ausbildungsjahr)

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Am Mittwoch, dem 29. März startete die IE-Klasse zu ihrer Studienfahrt nach Berlin. Dabei blieb die DB sich treu und nicht nur die Abfahrt verspätete sich, sondern auch die Ankunft. Allerdings erreichten wir Berlin doch noch so rechtzeitig, dass wir am späten Nachmittag an einer Stadtführung der anderen Art teilnehmen konnten – Der Lobby-Walk durch den Regierungsbezirk Berlins. An den verschiedensten Stellen erhielten die Schüler einen Überblick über die Interessensverbände in Berlin und erfuhren gleichzeitig etwas über deren „Arbeitsweise“. Informationen, die nicht über Twitter oder Facebook verbreitet werden.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch des „Denkmal der ermordeten Juden Europas“ einschließlich der Ausstellung. Von dort aus ging es zum Paul-Löbe-Haus, wo wir die Diskussion mit Dr. S. Wagenknecht haben sollten. Leider war sie kurzfristig verhindert; die Schüler konnten jedoch die Diskussion mit A. Troll, Vorstandsreferent von Dr. S. Wagenknecht über die Politik der Linken führen.

Nach einem Mittagessen im Bundestagsrestaurant hatten die Schüler die Möglichkeit, live von der Besuchertribüne des Bundestages die politische Debatte zu verfolgen und „hautnah“ die Ausführungen des neuen Außenministers S. Gabriel mitzubekommen und medial bekannte Abgeordnete bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Der letzte Tag stand ganz im Sinne des Beutelsbacher Konsens, der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. In einem 90-minütigen Workshop setzten sich die Auszubildenden – aufgeteilt in zwei Gruppen – mit dem Extremismus im Allgemeinen und dem Linksextremismus im Speziellen auseinander. Die eine Gruppe leitete ein ehemaliger Insasse dieses Stasi-Gefängnis, der die Schüler aufgrund seiner Erfahrungen in das Thema sehr authentisch einführte. Die andere Gruppe, die von einem pädagogischen Mitarbeiter moderiert wurde, erarbeitete mit Hilfe von iPads entsprechende Arbeitsaufträge zu diesen Themen.

In der sich anschließenden einstündigen Führung über das Gelände und insbesondere durch die Gefängnistrakte konnten die Auszubildenden das Ausmaß dieses menschenverachtenden Haftortes gut nachempfinden. Schade ist nur, dass diese Gedenkstätte nicht auch dazu genutzt wird, die deutsch-deutschen Beziehungen im gesamtdeutschen Kontext aufzuarbeiten.
Wider Erwarten fuhr die DB am späten Nachmittag gen NRW pünktlich ab.

IE 3. Ausbildungsjahr

Kurz vor dem Bundestagsbesuch

Bettina Gude
Fachlehrerin Politik/Gesellschaftslehre
Bildungsgang IE

 

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