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Schule der Vielfalt – Projektwoche am Heinrich-Hertz-Berufskolleg

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Seit der Auszeichnung Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage, im Jahr 2014, findet am Heinrich-Hertz-Berufskolleg jährlich eine Projektwoche zu dem Thema Schule der Vielfalt statt. Auch in diesem Jahr arbeiteten Lehrer*innen und Schüler*innen gemeinsam in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien in insgesamt 39 Workshops! Unter dem Motto: „technisch, sozial, international, Her(t)z!“ präsentierten die Fachbereiche die gesamte Vielfalt der Schule.

Die Übersicht finden Sie hier: Übersicht der Projekte

Präsentationen am letzten Schultag in der Aula

Was lernen die Schüler*innen in den Workshops?

Was macht das Heinrich-Hertz-Berufskolleg als technisches, soziales und internationales Berufskolleg aus?

Einige der Workshops geben hier Antworten:
Bereich ITI
Der Bereich ITI war mit den Themen „Fit für Europa“, „Sport und Gewaltprävention“, „Mitmachen oder informelle Selbstbestimmung“, „IT for IFK“ und „IT-Security“ vertreten.

IT Security — technisch
Insbesondere der zweitägige Workshop „IT-Security“ präsentiert von Christian Dresen -Senior Security Consultant der Firma CycleSEC GmbH- traf auf großes Interesse. 35 Auszubildende zum Fachinformatiker und IT-Systemelektroniker durchliefen neben einem Theorieteil, auch einen umfassenden Workshop zum Thema Netzwerk- und Web-Sicherheit.
Hierbei konnten Sie von den ausgeprägten Praxiserfahrungen des Moderators profitieren und Erfahrungen in den folgenden Bereichen sammeln:

  • Grundlagen der Informationssicherheit

  • Netzwerk-Scanning

  • Einführung in das Angriffsframework Metasploit / Armitage

    • Praktische Übungen an einem Windows XP und einem Linux-System

  • Einführung in IDS/IPS Systeme am Beispiel von Snort

  • Einführung in Sicherheit von Webapplikationen auf Grundlage der OWASP Top 10

    • Injection-Angriffe (SQL und CMD)

    • Cross-Site-Scripting

    • Unsichere direkte Objektreferenz

    • Directory Traversal

    • Nutzung des Tools Burp-Suite

Aussagen von Auszubildenden zur Fachinformatikerin / zum Fachinformatiker:

  • Besonders gefallen hat mir, dass immer wieder der Bezug zu realen Projekten verdeutlicht wurde.

  • Wir haben viel gelernt, da wir zuerst angreifen durften, um anschließend Gegenmaßnahmen kennenzulernen

  • Uns ist die Brisanz klargeworden, wie leicht Systeme übernommen werden können, die produktiv eingesetzt werden.

Das HHBK wird diese Themen verstärkt in den Lehrplan der IT-Berufe aufnehmen. Hiermit entsprechen wir auch dem Wunsch vieler Ausbildungsbetriebe, der im letzten Ausbildertreffen von den Vertretern der Ausbildungsbetriebe geäußert wurde.

  
Anne Dresen

 

 


Bereich CTA/CL/CK

„Kleidung: zum Wegwerfen zu schade“ und „Kreative Vielfalt durch Farbe und Muster“

Wir unterscheiden uns durch Hautfarbe, Größe, Gewicht, aber auch durch unsere Kleidung, durch unseren Stil. Kleidung kann die Zugehörigkeit zu einer Gruppe unterstreichen oder die Individualität betonen. Gemeinsamkeit und Vielfalt – Kleidung schafft beides. In unseren beiden kombinierten Workshops wurden alte Kleidungsstücke umgearbeitet. Z. B. wurde aus einer Jeans ein Rucksackbeutel oder aus einer Jacke eine Handytasche. Alte verwaschene T-Shirts wurden gebatikt, gefärbt und bestickt, aus Knöpfen wurden Armbänder genäht. Großes Interesse fanden unsere Kurse auch bei den Jungs, die mit viel Geschick und Engagement genäht und gestaltet haben. Es war eine intensive, arbeitssame und kurzweilige Zeit.
  
Christa Balden

Bereich EB/EA

„Kreatives Löten“

Auch bei der diesjährigen Projektwoche am HHBK konnten Schüler im Projekt „Kreatives Löten“ einmal mehr Ihre kreativen Fähigkeiten testen. Ziel war es,
mittels Kupferleitungen, Elektro-Platinen, elektronischen Bauteilen und der Verbindungstechnik „Weichlöten“ Objekte zu erstellen.
Ergebnisse wie Raumgleiter mit Laser Imitaten oder F1-Rennwagen, Geländewagen mit Beleuchtung wurden dann am letzten Tag von den Schülern der EB/EA 1. Ausbildungsjahr in der Aula präsentiert.

Ralf Tetzlaff

 


Bereich BV/AV/IFK
Bewerbungstraining

Bewerbungen zur Ausbildungs-und Arbeitsplatzsuche stellen alle Schüler*innen vor eine große Herausforderungen. Ein DIN-normgerechtes Bewerbungsanschreiben und den eigenen Lebenslauf verfassen, und dann die Vorbereitung auf das ersehnte Vorstellungsgespräch, mit ungewissen Fragen, auf die es Antworten zu formulieren gilt. Wenn nun noch eine Sprachbarriere auftritt, weil man selbst kein Deutsch-Muttersprachler ist? Hier setzte unser Bewerbungstraining für die Internationalen Förderschüler*innen unserer Schule an. An das derzeitige Sprachniveau der Lerngruppe angepasst, übten wir in Kooperation mit Christian Mansfeld, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, alles rund um das Thema Bewerbung mit den Schüler*innen ein. Die Schüler*innen waren so in der Lage, ihre individuellen Bewerbungsunterlagen für die Praktikums-oder Ausbildungsplatzsuche zu erstellen. Im nächsten Baustein des Workshops wurden die Schüler*innen mit den Dos and Don`ts im Vorstellungsgespräch geschult und erhielten in individuellen Simulationen von Bewerbungsgesprächen die Gelegenheit, dies gleich anzuwenden. Um nun einen Betrieb kennenzulernen, besuchten wir zum Abschluss unseres Projekts das Unternehmen Euroweb Internet GmbH. Der Internet-Dienstleister, dessen Auszubildende auch unsere Schule besuchen, engagiert sich für die Integration Geflüchteter. Unsere Internationalen Förderschüler*innen lernten so nicht nur ein Unternehmen mit vielfältigen Berufen kennen, sondern erfuhren in direktem Kontakt mit einem syrischen Trainee, wie eine berufliche Integration gelingen kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es eine sehr lehrreiche Projektwoche war, die uns uns der Vielfalt unserer Schüler*innen wieder ein Stück näher gebracht hat. Und dies wurde mit einem großem Engagement der Lehrer*innen und Schüler*innen ermöglicht. Her(t)zlichen Dank!

Sabine Fischer

 

Präsentationen am letzten Schultag in der Aula