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Das Heinrich-Hertz-Berufskolleg revolutioniert die Ausbildung im IT-Bereich

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In Zeiten der rasanten technologischen Entwicklung muss Beruflichkeit insbesondere in den Vollzeitbildungsgängen noch stärker in den Fokus genommen werden, als es bislang schon getan wird.

Das Heinrich-Hertz-Berufskolleg bindet den Bildungsgang der „Informationstechnischen Assistentinnen und -Assistenten“ stärker an die dualen Partner an. Dieser Schritt bietet große Chancen für Betriebe sowie Schülerinnen und Schüler.

Bildungsgänge der dualen Ausbildung und Vollzeitbildungsgänge werden ab Februar 2018 fusionieren.

Wie sieht die Umsetzung konkret aus?

 

Ab Februar 2018 schreibt das Heinrich-Hertz-Berufskolleg erneut Schulgeschichte.

Traditionell wurde am Heinrich-Hertz-Berufskolleg der Berufsschulunterricht für die dualen Ausbildungsgänge der IT-Technologie getrennt von der vollzeitschulischen Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten geleitet.

Ab jetzt findet eine enge Verzahnung der unterschiedlichen Ausbildungsgänge statt. Die dualen Bildungsgänge der „Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker“ werden zusammen mit dem Vollzeitbildungsgang der „Informationstechnischen Assistentinnen und Assistenten“ mit dem Ziel der allgemeinen Hochschulreife unter gemeinsame Führung gestellt.

Das Gleiche gilt für den dualen Bildungsgang der „Systemelektronikerinnen und Systemelektroniker“ und den Vollzeitbildungsgang „Informationstechnische Assistentinnen und Assistenten“ mit dem Ziel der Fachhochschulreife.

Lehrerinnen und Lehrer des IT-Bereichs werden grundsätzlich sowohl im Vollzeitbildungsgang als auch im dualen Bereich eingesetzt, um eine intensive Verflechtung mit der betrieblichen Lebenswelt und der Schule zu erzeugen. Damit ist die Informationstechnik nach der Chemie, der zweite große Bereich des Heinrich-Hertz-Berufskollegs, der eine konsequente Umsetzung in Richtung „Beruflichkeit“ geht.

Die Chancen der Umstrukturierung:

  • Engere betriebliche Anbindung der Vollzeitschulformen

    • Gemeinsame Projekte mit Ausbildungsbetrieben

    • Durchführung von Praktika

    • Unterstützung der Betriebe zur Gewinnung von Auszubildenden

    • Unterstützung der Vollzeitschülerinnen und -schüler bei der Auswahl eines Ausbildungsbetriebes

  • Bestmöglicher Übergang in die Berufsausbildung unserer Vollzeitschülerinnen und -schüler

    • Frühzeitige Kontakte zu Betrieben

    • Kennenlernen der Betriebe durch gemeinsame Projekte und Praktika

  • Verzahnungen didaktischer Jahresplanungen

    • Optimierung von Übergängen für Schülerinnen und Schüler, die aus der Vollzeitschulform anschließend in die Berufsausbildung wechseln

    • Bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte mit der rasanten technologischen Entwicklung mithalten können

    • Optionen auf eine Verkürzung der Berufsausbildung

Das neue Führungsteam stellt sich vor:

Anne Dresen, Christian Scheible und Dr. Ingo Pukropski lenken seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 17/18 die Geschicke der Ausbildung des IT-Bereichs am Heinrich-Hertz-Berufskolleg. Die besondere Herausforderung liegt darin, die Ausbildung der Vollzeitschulformen mit der dualen Ausbildung zu verzahnen.

 


Anne Dresen hat langjährige Erfahrungen in der IT-Ausbildung. Seit 2001 hat sie verschiedene Leitungsaufgaben im IT-Bereich am Heinrich-Hertz-Berufskolleg übernommen und war zuletzt als Leiterin des Bereichs IT-Berufe Industrie (Fachinformatiker und IT-Systemelektroniker) tätig. Anne Dresen ist außerdem als Moderatorin für Lehrerfortbildungsmaßnahmen innerhalb der IT-Technik erfahren. Anne Dresen leitet ab Februar 2018 übergreifend die gesamte IT-Ausbildung am Heinrich-Hertz-Berufskolleg.

 

Frau Dresen, was bedeutet die Umstrukturierung aus Ihrer Sicht für den Standort „Heinrich-Hertz-Berufskolleg?

Anne Dresen: „Das Heinrich-Hertz-Berufskolleg macht mit dieser Umstrukturierung als erstes Berufskolleg ernst mit der Verzahnung von betrieblicher Ausbildung und schulische Berufsausbildung. Die Zusammenfassung dualer Bildungsgänge mit Vollzeitbildungsgängen ermöglicht eine hochwertige, an den Bedürfnissen der ansässigen Industrie orientierte berufliche Ausbildung der ITAs einerseits und einen guten Übergang der ITAs in eine Berufsausbildung oder Studium andererseits. Der kontinuierliche Austausch der unterrichtenden Lehrpersonen mit den Ausbildern der IT-Berufe führt dazu, dass sowohl im Vollzeitbereich wie auch im dualen Bereich Unterrichtsinhalte und -methoden den Anforderungen der Praxis ständig angepasst werden. Nicht zuletzt werden die IT-Firmen aus dem Umfeld von Düsseldorf bei der Rekrutierung geeigneter Auszubildende und zukünftiger Mitarbeiter davon profitieren.“


Christian Scheible ist seit 2006 Lehrer am Heinrich-Hertz-Berufskolleg. Er leitete dort den Bildungsgang IT-Industrieinformatiker Systemintegration. Seit 2015 ist er Mitglied im IHK-Prüfungsausschuss. Christian Scheible ist Cisco Experte des Heinrich-Hertz-Berufskollegs. Christian Scheible leitet ab Februar 2018 den Teilbereich Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker sowie Technische Assistentinnen und Assistenten – allgemeine Hochschulreife.

 

Herr Scheible, welche Auswirkungen wird die Umstrukturierung aus Ihrer Sicht auf den Unterricht haben?

 

Christian Scheible: „Die Handlungsorientierung, in der beruflichen Ausbildung schon lange gefordert, wird in der Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten verstärkt Einzug halten. Neben der reinen Fachkompetenz wird dadurch auch die Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler erhöht.“


Dr. Ingo Pukropski ist seit 2003 Lehrer am Heinrich-Hertz-Berufskolleg. Er leitete dort den Bildungsgang Systemelektronikerinnen und Systemelektroniker. Bereits seit 1999 ist Dr. Ingo Pukropski Mitglied des IHK-Prüfungsausschusses IT-Systemelektroniker und Fachinformatiker. Gerade seine intensive Kontaktpflege zu den Partnerbetrieben des Heinrich-Hertz-Berufskollegs ist für die Schule besonders wertvoll. Dr. Ingo Pukropski leitet ab Februar 2018 den Teilbereich Systemelektronikerinnen und Systemelektroniker sowie Technische Assistentinnen und Assistenten-Fachhochschulreife.

 

Herr Dr. Pukropski, welche Chancen und Hoffnungen bieten aus Ihrer Sicht die Umstrukturierungen?

 

Dr. Ingo Pukropski: „Die engere betriebliche Anbindung der Vollzeitschulformen Informationstechnische Assistentinnen und Assistenten, erlaubt den Schülerinnen und Schülern, aber auch Ausbildungsbetrieben eine frühzeitige Orientierung.

Die neue Struktur gibt Schülerinnen und Schülern erste intensive Einblicke in den beruflichen Alltag, die bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich des angestrebten Berufsbildes und der Entscheidung für eine spätere Ausbildung oder ein Studium entscheidend sein können. Erste Praxiserfahrungen erleichtern den Einstieg in das Studium. Praktikumszeiten können ggf. anerkannt werden, ein späterer Praxisschock wird reduziert. Fehlentscheidungen werden reduziert, Lebenszeit genutzt, Ausbildungs- und Berufszufriedenheit erhöht.

Ein potentieller Ausbildungsbetrieb kann bereits früh seinen neuen Nachwuchs interessieren und näher kennenlernen. Die Wahrscheinlichkeit für eine spätere positive Besetzung eines Ausbildungsplatzes und eine feste Übernahme steigen. Die Effizienz der Personalgewinnung wird erhöht und drohendem Fachkräftemangel zeitig entgegengewirkt