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Beratungskonzept

Beratungsgrundsätze

 Im Beratungserlass sind folgende Grundsätze impliziert:

  • Beratung ist freiwillig
  • Beratung ist Hilfe zur Selbsthilfe
  • Beratung erfordert Unabhängigkeit des Beraters
  • Beratung ist vertraulich
  • Beratung ist lösungsorientiert und beachtet die Verantwortungsstruktur

Beratungsziele

Grundsätzliches Ziel einer jeden Beratung am HHBK ist es, dem Ratsuchenden Orientierung zu bieten, gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen und somit Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Die endgültige Entscheidung soll vom Ratsuchenden selbst getroffen werden.

Bei der Klärung des Anliegens des Ratsuchenden kann als Lösung des Problems auch eine Weiterleitung an eine geeignete Beratungsstelle außerhalb des HHBK´s sein.

Beratungsverständnis

Aus dem Beratungserlass ergibt sich für das Heinrich-Hertz-Berufskolleg, dass Beratung kein isolierter Bereich ist, sondern integraler  Bestandteil der unterrichtlichen und erzieherischen Tätigkeit. Die Schülerinnen und Schüler sollen unterstützt werden, damit sie ihre Ziele erreichen. Da jedoch nicht jede Schulform für jeden Lernenden geeignet ist, muss die Beratung so früh wie möglich einsetzen und individuelle Lösungen bieten. Die wesentlichen Aufgabenbereiche, die sich daraus ergeben, sind:

  • Laufbahnberatung:

Die Laufbahnberatung umfasst neben der Eingangsberatung und der Übergangsberatung zu einer betrieblichen Ausbildung bzw. einer weiteren schulischen oder hochschulischen Ausbildung (Übergangsmanagement) auch die Begleitung des innerschulischen Werdegangs und kann somit auch zu einem Wechsel des Bildungsgangs innerhalb des HHBK`s führen.

  • psychosoziale Beratung:

Dieser Bereich wird hauptsächlich von den Schulsozialarbeitern übernommen. Erste Ansprechpartner sind allerdings meist Klassen- oder auch Fachlehrer. Neben schulischen Problemen (Lernschwierigkeiten, Prüfungsängste) werden häufig auch außerschulische Beziehungsprobleme oder durch die Schule evozierte familiäre Schwierigkeiten thematisiert.

  • Prävention/Mediation:

Dazu gehören neben direkten Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise Gewaltprävention, Mobbingintervention und Coolnesstraining auch Maßnahmen wie Schuldnerberatung und Suchtprävention.

  • Kooperation:

Bei der dualen Ausbildung arbeiten die in den dualen Bildungsgängen eingesetzten Kollegen und Kolleginnen eng mit den Ansprechpartnern der Betriebe und Institutionen zusammen.

Kooperation ist wichtig für die Laufbahnberatung in den Vollzeitbildungsgängen, sowohl mit allgemeinbildenden abgebenden Schulen und aufnehmenden Hochschulen als auch mit Arbeitsagenturen und Ansprechstellen für die Berufsberatung.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Kooperation mit den Schulsozialpädagogen und außerschulischen Beratungseinrichtungen.

Zu präventiven Zwecken findet Kooperation mit der Polizei (z. B. Suchtprävention) statt.

  • Integration:

Dieser Bereich umfasst das Beratungsangebot für die Migranten.

  • Inklusion:

Beratungserlass

Die grundsätzliche Beratungstätigkeit in der Schule ist im Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 08.12.1997 (BASS 12-21 Nr. 4) festgeschrieben. „Beratungstätigkeit in der Schule ist grundsätzlich ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer.“ (RdErl. 1.1) Diese Beratungstätigkeit bezieht sich sowohl auf die Beratung „über Bildungsangebote, Schullaufbahnen und berufliche Bildungswege einschließlich der Berufswahlvorbereitung“ als auch auf die Beratung „bei Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten“ (RdErl. 1.1). Diese Beratungstätigkeit kann bei Bedarf durch die Beauftragung von Beratungslehrer/innen ergänzt und intensiviert werden (vgl. RdErl. 1.2).